Der Countdown läuft: Am 21.12. erwartet uns am frühen Abend ein ganz besonderes astronomisches Ereignis. Die beiden Planeten Jupiter und Saturn stehen tief im Südwesten so eng beieinander, dass sie mit bloßem Auge am Himmel zu einem einzigen hellen Lichtpunkt zu verschmelzen scheinen.

Natürlich rücken die Planeten nicht in Wirklichkeit so dicht zusammen – sie wahren mit etlichen Hundert Millionen Kilometern Distanz einen in diesen Zeiten geradezu vorbildlichen Abstand zueinander. Es ist lediglich die Perspektive der Erde, von der aus gesehen sie fast genau hintereinander stehen. Zum Zeitpunkt der engsten Begegnung haben die Planeten einen Winkelabstand von nur 6 Bogenminuten, beziehungsweise 0,1 Grad zueinander – das ist etwa ein Fünftel des Durchmessers eines Vollmonds, und ausreichend, damit man sie in einem Fernrohr in einem Sichtfeld abbilden kann.

Eine solche Begegnung zwischen den beiden größten Planeten unseres Sonnensystems nennt man eine „Große Konjunktion“ – und es gibt sie etwa alle 20 Jahre. Die letzte war am 28. Mai 2000, die nächste steht uns im Jahr 2040 ins Haus. Die Begegnung in diesem Jahr ist allerdings die engste seit dem Jahr 1623 – damals fand sie jedoch aus Sicht der Erde so nah neben der Sonne statt, dass sie kaum zu sehen war. Die diesjährige Begegnung ist also wirklich etwas sehr Besonderes. Leider sind die Wetteraussichten für Mitteleuropa nicht optimal, und die Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 erlauben den meisten Sternwarten auch keine öffentlichen Veranstaltungen.

Die Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien in Zusammenarbeit mit dem LWL-Planetarium Münster und der Stiftung Planetarium Berlin werden daher ab 16:30 MEZ live unter

https://www.youtube.com/watch?v=JelX526p5oU

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über dieses Ereignis berichten – und dabei verschiedene Livestreams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammenführen.

Hoffen wir auf gutes Wetter, denn bis zur nächsten Großen Konjunktion Ende Oktober/Anfang November 2040 sind dann wieder 20 Jahre Zeit – und sogar erst 2080 werden die Planeten wieder ähnlich eng beieinanderstehen wie in diesem Jahr.

Übrigens: Wer am Wochenende klare Sicht hat, sollte schon jetzt versuchen, einen Blick auf die beiden Planeten zu erhaschen: Bereits jetzt stehen sie auffällig eng beieinander. Die besten Aussichten hat man ab etwa 45 Minuten nach Sonnenuntergang in Richtung Südwesten.

Bildunterschrift, Bild 1: Simulation des Anblicks von Jupiter und Saturn im Fernrohr am 21.12.2020, ©GDP/SPB/Horn

Bildunterschrift, Bild 2: Simulation des Anblicks von Jupiter und Saturn am Abendhimmel des 21.12.2020, wie er in etwa in einem kleinen Fernglas erscheinen könnte ©GDP/SPB/Horn

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Datum/Zeit
Date(s) - 21.12.2020
16:30 - 18:00

Veranstaltungsort
Planetarium Gera

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